Geschichte » 1934 - 1939 » 1934 Heimholung der Heldensodalen » Ave imperatrix Dritter Teil

1934 - Heimholung der Heldensodalen

Ave, imperatrix!

Dritter Teil: Die Opferfrucht

Der Krieg ist zu Ende. Nun klopfen an Schönstatts Pforte suchende Menschen an, die draußen das Heldentum sterbender Schönstätter gesehen. Sie suchen die Quelle der Kraft, aus der die Helden geboren, sie suchen den Flammenherd, an dem sich das Feuer ihrer Seelen entzündet. Und sie bitten die Schönstatt-Ritterschaft: „Nun zeigt uns, woraus sie schöpften.“ Sie erhalten die Antwort:

Maria, die Reine,
schuf sie zu Helden.
Maria, die Mutter,
die Wunderbare,
hat Schönstatt erwählt.
Und sie und euch und uns,
der Welt zu künden,
daß ihr Erbarmen
sie rette aus allen Nöten und Sünden.

Wie Brüder schließen sie die Reihen und schwören:

Treue dem Banner der Helden!
Dem Banner der Dreimal Wunderbaren!
Liebe um Liebe,
Treue um Treue,
Blut um Blut!
Mutter aus dir, Herrin für dich!
Jungfrau zu dir!
Treue, Treue, Treue!

Noch einmal werden die verklärten Helden sichtbar und rufen:

Höre, Wundervolk der Erde!
Es spricht der Herr ein neues Werde
Von Schönstatt aus ...

“ Die ersten Stufen
Des großen Tempels sind gebaut
Aus unseren Leibern.
Sie, der wir vertraut,
Rief uns. Für euch wir starben.
Aus unserem Blute wachset ihr.
Kehrt heim als reiche Garben ...
Ihr seid des Opfers Frucht, das wir gebracht ...

Das Weihespiel war zu Ende. Es ordnete sich der Zug zur feierlichen Beisetzung der toten Helden. Die Schüler trugen die toten Kameraden zur Gruft nahe dem Kapellchen, das sie so innig geliebt. Mitternacht war schon vorbei, als man unter den liturgischen Gesängen und Gebeten die sterblichen Hüllen in Schönstatts heilige Heimaterde bettete. Zwei Urkunden, verfaßt und geschrieben von den Schülern des Studienheimes, senkte man mit in die Gruft. Die Kapseln dazu stiftete die Schönstattjugend; die Münsteraner ließen auf ihre Kapsel die Worte ihres Gauideals einprägen:

Für die Dreimal wunderbare Mutter von Schönstatt unser Letztes mit Freuden.

In nächster Nähe des Grabes standen die Angehörigen der lieben Toten. Aus der Heimat waren sie nach Schönstatt geeilt, und was sie dort sahen und erlebten, war wohl schmerzvoll und trostreich zugleich.

Nun dürfen sie ausruhen, die beiden Kämpfer, an jenem heiligen Orte, dem all ihr Sehnen und Lieben und Opfern gegolten. Zwei schlichte Kreuze künden uns ihre letzte Ruhestätte. Alle, die an ihren Gräbern beten, mahnen sie:

Für euch wir starben! Ihr seid gewachsen aus unserem Opferblut. Werdet ihr Saatkorn für die kommenden Geschlechter.

www.urheiligtum.de - Die Website über das Urheiligtum der internationalen Schönstatt-Bewegung.

Icon  Icon  Icon