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Max Brunners Befürwortung eines Kriegsdenkmals

Vergangenen Sonntag war ich wieder in Schönstatt, wahrscheinlich zum letzten Male. Alle waren ausgeflogen. Man sieht nicht mehr im Kapellchen die fleißigen Beter. Still ist’s im Kapellchen. Da kann man beten aus tiefstem Herzensgrunde und sich gleichsam neue Seelenkräfte sammeln. Man muß unwillkürlich denken an die Mitsodalen auf den Schlachtfeldern in Ost und West und die in der Heimat, in allen Gauen Deutschlands. Und sie alle kämpfen, beten, ringen, siegen, und hier ist die lebenspendende Quelle, hier ist die Hochburg des Minnedienstes, den die Sodalen der Königin darbringen. Deshalb ist es auch ein glücklicher Gedanke, die Sodalen in den Briefen und auf Karten an die Himmelsmutter zu erinnern. Ich bin ganz für den Plan eines Kriegsdenkmals; Helden ehrt man durch ein Denkmal. Unsere Sodalen sind doppelte Helden, deshalb gebührt ihnen auch doppelt ein Denkmal. Sie schützen mit ihrem eigenen Leibe so viele Familien, so manche Stadt; sie schützen uns, die wir noch im Vaterlande weilen. Und während sie gegen den äußeren Feind kämpften, besiegten sie fortwährend den inneren Feind. Sie besiegelten mit ihrem Blute den Eid der Treue; aber gefallen, bleiben sie Sieger. Da ist es doch sicher billig, wenn wir aus Dankbarkeit und Hochachtung unsern Helden ein Denkmal errichten, um das Zeugnis ihres Heldengeistes auch der Nachwelt zu überliefern.

(15.8.1916) Brunner, sod. Mar. (MTA S. 131 f.)

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