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Ausgestaltung des Heiligtums 1914-1919

Kleine Renovation des Heiligtums 1919

Diese durch die Hauschronik angekündigte Renovation des Heiligtums dürfte wohl erst im Spätherbst 1919 durchgeführt worden sein. Es gibt dazu bisher nur die Vollzugsmeldung in einem Brief vom 25. Dezember 1919. Der Briefschreiber weiß davon, wie sehr sich Fritz Esser um die Verschönerung des Kapellchens gemüht hatte und rechnet damit, daß er sich immer noch für dieses Schmuckstück lebhaft interessiert. Der folgende Briefausschnitt ist zu finden in dem Heft über Fritz Esser von P. Klein, dort S. 36, jeweils ohne Namensangaben. Da der Originalbrief von Karl Kubisch an Fritz Esser im Archiv der Schönstattpatres aufbewahrt wird, konnten jetzt die Namen nachgetragen werden, nachdem alle Beteiligten verstorben sind.

Halt, sonst verdammst Du mich vollständig. Ich will lieber etwas von der Kapelle erzählen. Heute (25.12.1919) hatten wir die erste heilige Messe unten seit den Ferien. Dein sehnlichster Wunsch, die Erneuerung des lieben Kapellchens, ist vollzogen. Sie ist trockengelegt. Vorläufig ist sie nur geweißt. Im Frühjahr soll sie ausgemalt werden. Aber auch so macht sie einen sehr netten Eindruck. Der Forster, Lortz und ich haben sie eingerichtet. Da sie in wenigen Tagen fertig sein mußte, so hatten wir ziemlich Arbeit. Da sie bei allen Gefallen fand, so darf ich annehmen, daß sie auch wenigstens Deine Befriedigung gefunden hätte ...

Die Anlagen des Heiligtums liegen noch darnieder. Durch die Arbeiten sind sie so ziemlich zerstört. Aber schon in der nächsten Zeit werden wir sie wieder in Angriff nehmen. Nun, Fritzchen, genügt Dir das? ...

Ja, im Kapellchen wollen wir uns im Geiste zusammenfinden und uns stärken in unserem Beruf ...

(Karl Kubisch)

Anmerkungen zu diesem Brief:

Die gesamte Renovation des Heiligtums zu diesem Zeitpunkt kann nicht sehr umfangreich gewesen sein, da sie in den späteren Zeiten immer wieder geschehen mußte; als Grund dafür wird wohl die Tatsache gelten, daß sich um diese Arbeit niemand so recht kümmerte. Das wurde erst anders, nachdem der Ex-Provinzial P. Kolb vom 23.12.1919 an in Schönstatt wohnte und sich im Auftrag des Bewegungsleiters P. Kentenich dieser Dinge annahm.

Die Ausmahlung sollte gemäß den Erinnerungen von P. Kolb und durch seine Vermittlung durch eine Benediktinerin Sr. Rita aus einem Bonner Konvent geschehen; die dortigen ca. 100 Nonnen wurden von Pater Kolb in die Frauenliga aufgenommen. Der Grund für das Unterlassen der geplanten Ausmalung dürfte wohl in der Absicht zu suchen sein, die in den nachfolgenden Jahren zunehmend an Boden gewann, das Heiligtum baulich zu verändern; eine erneute Ausmalung wäre erst nach einer solchen Baumaßnahme sinnvoll geworden. Offensichtlich wurde die Ausmalung nicht mehr in Angriff genommen, als der Plan einer baulichen Veränderung wegfiel; nach 1928 wurde der Plan nicht mehr weiterverfolgt.

Ein Melchior Forster unterschreibt gelegentlich die Programmvorlagen der Missionssektion der Minor im Jahre 1918; vermutlich ist er jedoch nicht zur Weihe zugelassen worden, da er nicht im Sodalen-Album namentlich geführt wird.

Karl Lortz, geb. 21.12.1901 in Mainz; Weihe in der Kongregation am 8.12.1919; Prw.: 1.7.1928, in Südafrika Zusammenarbeit mit P. Karl Kubisch; kurze Zeit in Australien; gest. 15.10.1935 in Limburg.

Karl Kubisch, geb. 7.2.1899, Weihe in der Kongregation am 8.12.1914; 4. Präfekt der MC; Prw.: 14.6.1924 mit Salzhuber, Kastner, Hafeneth u.a. In Südafrika gewirkt; dort gest. 27.6.1936; im Südafrikabericht ehrt PK sein Andenken.

www.urheiligtum.de - La página sobre el Santuario Original del Movimiento internacional de Schoenstatt.

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