å Heinz Schäfer ("Zweite Gründergeneration")


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Heinz Schäfer (“Zweite Gründergeneration“)

Auszug aus Josef Klein, Gelebtes Schönstatt, Heinz Schäfer, Lahn Verlag Limburg 1955:

(S. 36) Die Tagung ging zu Ende. Ob sich die große Schar der Jungens wirklich entschieden hatte? Wir wissen, daß diejenigen aus ihnen, die am tiefsten dachten und empfanden, innerlich unbefriedigt waren. Sie fanden sich noch einmal für sich zusammen. Damit es den Nazis nicht auffiele, hockten sie sich in die Scheune von Kretzers Haus nahe beim alten Turm, ihren Pater Bezler in der Mitte. Sie waren zu acht Mann. (Gemäß der Erinnerung des Teilnehmers P. Alfons Boes vom Juli 2001 handelte es sich wahrscheinlich nur um folgende sieben: Schäfer Heinz, Boes Alfons, Plein Walter, Rombach Eugen, Scholz Bernhard, Meis Josef, Schmitt Franz. Als achter dürfte wohl Pater Bezler gezählt worden sein.) Darunter Heinz Schäfer als der eigentliche ‚Motor’. Sie entschlossen sich, sich total und radikal der Mta zu verschreiben, um ‚p.m’ (pars motrix – bewegender Teil) des Jugendreiches zu sein. Sie versuchten, diese Gedanken in einem Weihegebet auszudrücken, das jeder einzeln im Anschluß an diese Verschwörungsstunde in der Scheune der Gottesmutter im Kapellchen vortrug ... Es war der 9. August 1939. – Die acht Teilnehmer dachten an diese Stunde oft zurück und machten sie zu ihrer Sternstunde des ganzen Lebens. Heinz Schäfer aber wagte es, in der stillen Weihestunde im Heiligtum der Mta sein Leben anzubieten ...

In dem Heft der Lebensbeschreibung über Heinz Schäfer fährt der Verfasser so fort:

(S. 59) Mit der zweiten Gründungsurkunde war der Königinnengedanke in den Vordergrund gerückt worden. Die Schwestern schenkten eine Krone ins Heiligtum. Ein Zepter wurde der Regina ter admirabilis (dreimal wunderbaren Königin) übergeben. Die Jungen des Ver sacrum dachten an einen Reichsapfel, um die Zahl der Reichsinsignien zu vervollständigen. Gegenstimmen meinten, ihr Symbol müßte etwas Lebendiges, Jugendliches sein. Eine lodernde Fackel würde viel eher ihr Ideal ausdrücken. Auf der Weihnachtstagung 1939 wählten sie dann auch das zündende Feuer zum Zeichen der Generation, des neu aufbrechenden Frühlings ...

Im Jahre darauf, 1940, suchte man einen sichtbaren Ausdruck für das Symbol. Es wurden eine Reihe Entwürfe gemacht. Auch Heinz Schäfer, zeichnerisch begabt, machte sich an die Arbeit. Er schreibt:

Ich will mich selber mal hinter einen Entwurf machen. Doch denke ich anstatt des Reichsapfels auf der Opferschale an eine durchbrochene Krone und darinnen die EwigeLichtSchale. Ich habe das Bild der deutschen Kaiserkrone im Auge ...

Aber dann änderte Heinz seine Meinung, warb für die Form des Reichsapfels und versuchte einige Verbesserungen an einem anderen Entwurf, bis schließlich die VSAmpel die Form annahm, wie wir sie heute im Kapellchen sehen ...

(S. 63) Silvesternacht 1940 in Schönstatt. Es sammeln sich die Getreuen des Ver sacrum. Das so heiß erkämpfte Symbol hatte seinen Platz zur Rechten des Altars im Kapellchen gefunden: Eine Opferschale, an deren Unterseite drei Kreuze sichtbar sind, ein rundes Glas mit Öl und Docht, eingefaßt von goldenen Bändern, die die Weltkugel darstellen und oben gekrönt sind von einem ragenden Kreuz und dem Zeichen Mta.

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