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Apostolat während der Ferien

„Ferienbrief“ vom 21.4.1915.

Hochwürden werden wohl fragen: ‚Was hat er wohl schon als Apostel gewirkt?’ Nun, Ungeheures habe ich noch nicht geleistet; aber ich weiß, das verlangen Sie auch gar nicht. Habe bis jetzt erreicht, daß meine Geschwister das Abendgebet knieend verrichten und sie belehrt, wie wichtig es sei, abends die vollkommene Reue zu erwecken und ihnen von der dreimalwunderbaren Mutter erzählt. Bitte, Hochwürden, wenn möglich, mir ein Gebet zur Mater ter admirabilis zuzusenden. Dasselbe können sie nach und nach auswendig lernen, und dann bin ich sicher, daß sie es ihr ganzes Leben beten und auch ihren Nachkommen, Freunden und Freundinnen beibringen werden.

Mein Pate hat schon seit einem Jahre einen schlimmen Fuß, der schon viermal aufgeschnitten wurde. Er ist noch sehr jung (etwa 35 Jahre alt und hat bei der Fußartillerie gedient), und Sie können sich denken, wie ungeduldig er sein Leid trägt, obwohl er sich jetzt schon besser fügen kann. Ich habe ihm von der dreimalwunderbaren Mutter erzählt und ihm gesagt: ‚Warum soll sie Dir nicht auch helfen. Sie ist ja auch Deine Mutter usw.’ Zuletzt hat er mir versprochen: ‚Wenn ich gesund werde, lasse ich ein Votivtäfelchen aufhängen in der Kongregationskapelle.’ Seine Kinder müssen schon zur Mta beten, und ich helfe ganz gehörig. Wenn ich Sie bitten darf, unterstützen Sie mich durch Ihr alles vermögendes Gebet …

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